Die Wohnfläche steht im Exposé, der Rest steht nirgends. Genau dort liegt beim Hausumzug die Falle. Ein Haus mit hundertvierzig Quadratmetern Wohnfläche bringt regelmäßig zwanzig bis dreißig zusätzliche Kubikmeter mit, die niemand auf dem Zettel hat: Farbeimer und Werkzeug im Keller, Winterreifen und Fahrräder in der Garage, Rasenmäher, Gartenmöbel, Sonnenschirme und Vertikutierer im Schuppen, dazu Kindersachen auf dem Dachboden. Wer das erst am Umzugstag entdeckt, steht mit einem zu kleinen Wagen und einer zu kleinen Mannschaft da. Beides lässt sich um acht Uhr morgens nicht mehr nachbestellen. Deshalb gehört der Blick in die Nebengebäude an den Anfang und nicht ans Ende.
Deshalb sieht unser Aufmaß anders aus als bei einer Wohnung. Wir gehen durch jede Etage, öffnen Keller und Nebengebäude, fragen nach dem, was hinter dem Haus steht, und notieren Sonderstücke einzeln. Erst danach legen wir Wagengröße und Besetzung fest. Wie sich das auf die Abrechnung auswirkt, zeigt die Aufstellung unter Preise und Abrechnung; die Bauform selbst ist Thema auf Umzug aus dem Einfamilienhaus mit Grundstück. Nebenbei ergibt der Rundgang eine Liste dessen, was verkauft oder verschenkt werden soll. Wer sie früh hat, kann sie in Ruhe abarbeiten, statt in der letzten Woche vor dem Termin hektisch Anzeigen zu schalten.
Räume, die beim Aufmaß oft vergessen werden
- Keller mit Vorräten, Werkstatt und alten Farbresten
- Garage oder Carport mit Reifen, Rädern und Dachbox
- Geräteschuppen mit Rasenmäher und Gartengerät
- Gartenhaus mit Polstern, Grill und Klappmöbeln
- Dachboden mit Kartons, die seit dem Einzug niemand geöffnet hat
- Terrasse und Vorgarten mit Kübeln, Bänken und Spielgerät